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Hydraulischer Zentralausrücker

Für die Kraftübertragung zwischen Pedal und Kupplung gibt es verschiedene Systeme. Früher wurde die Kraft meist über einen Seilzug vom Pedal zu einem Hebelmechanismus in der Kupplungsglocke übertragen. Durch Seilzug, Hebel und Ausrücklager kam so die Kraftübertragung auf die Kupplung zustande.

Moderne Kupplungssysteme sind hydraulisch.
Besonders platzsparend sind Systeme mit hydraulischem Zentralausrücker, die heute in mehr und mehr Fahrzeugen zu finden sind. Für viele Werkstätten noch immer ein unbekanntes Teil.

Vorteil dieser Entwicklung ist
  die Einsparung von Bauteilen,
  der kleine Einbauraum sowie
  geringere Reibungsverluste gegenüber herkömmlichen Systemen.

Ausrücklager, Nehmerzylinder und Führungshülse bilden beim Zentralausrücker ein Bauteil. Dabei entfällt die Ausrückgabel.



Wie funktioniert der hydraulische Zentralausrücker?
Beim Ausrücksystem mit Zentralausrücker entfällt die Ausrückgabel in der Getriebeglocke, stattdessen kommt ein hydraulischer Ringzylinder mit integriertem Ausrücklager zum Einsatz.
Das Ausrücklager ist direkt mit dem Kolben verbunden und über die integrierte Vorlastfeder gegen die Tellerfederzungen der Kupplung gespannt.
Die Ausrückbewegung der Kupplung leitet hydraulischer Druck ein. Beim Einrücken schiebt die Tellerfeder der Kupplung den zentralen Kolben in die Ausgangslage und die Flüssigkeit strömt zurück in den Geberzylinder. Durch den großen konstruktiv vorgesehenen Hub kann der Nehmerzylinder Toleranzen beim Einbau und Kupplungsverschleiß ausgleichen.


Der Geberzylinder besteht aus einem Gehäuse, einem Kolben mit Kolbenstange und einer Anordnung aus zwei Dichtungen (Primär- und Sekundärdichtung). Er besitzt einen hydraulischen Anschluss für die Druckleitung zum Nehmerzylinder. Weiterhin besitzt der Geberzylinder einen Anschluss zur Versorgung des Systems mit Hydraulikflüssigkeit.

Das Gehäuse des Nehmerzylinders besteht in der Regel aus Aluminium und umschließt die Getriebeeingangswelle. Auf dem Kolben des Nehmerzylinders ist das eigentliche Ausrücklager montiert. Das Ausrücklager ist selbstzentrierend und gleicht den Achsversatz aus.

E X P E R T E N T I P P :
Der Zentralausrücker ist vollkommen wartungsfrei. Normalerweise muss nur die im hydraulischen System verwendete Hydraulikflüssigkeit nach zwei bis drei Jahren getauscht werden. Beim Kupplungswechsel steht auf jeden Fall auch der Tausch des Zentralausrückers an, denn er ist auf die Lebensdauer der Kupplung abgestimmt.


Quelle: LuK Die Bühne - No.60|2003






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