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Technik-Tipp zum Thema Turbo bei Audi und VW
Auch wenn es einfach klingt - ein Komponentenwechsel kann mitunter schwieriger sein als man vermutet. Vor allem dann, wenn das Bauteil ein ganz sensibles ist, so wie der Turbolader. Hier die korrekten Einbauvorschriften:
Generell gilt, dass Einbau/Wechsel eines Turboladers nur durch geschultes Personal vorgenommen werden darf.
Achtung: Falscher Einsatz eines Turboladers oder Veränderungen am Turbolader können zu Schäden führen.
Beachten Sie die für den Einbau gültigen Reparaturanleitungen des Motorenherstellers und folgende allgemeine Hinweise:
Prüfen Sie die Ausführungsnummer des Typenschilds des Ihnen vorliegenden Turboladers mit der des alten Turboladers auf Übereinstimmung. Überprüfen Sie vor der Montage die Luft-Ölfilteranlage des Motors, nehmen Sie einen Filter- und Ölwechsel vor.
Prüfen bzw. reinigen Sie die Ansaugleitung und das Abgassammelrohr des Motors. Fremdkörper in den Leitungen verursachen mit Sicherheit Schäden bei der Inbetriebnahme. Die Ölzulaufleitung und die Ölablaufleitung sind ebenfalls zu prüfen bzw. zu reinigen. Im Zweifel sind die Leitungen zu ersetzen.
Füllen Sie die Öleinlassbohrung des Turboladers mit sauberem Motoröl, damit eine einwandfreie Schmierung bei der Inbetriebnahme gesichert ist. Montieren Sie den Turbolader unter Verwendung neuer Flanschdichtungen. In der Regel sind die Verbindungsschrauben der Turbinengehäusebefestigung warmfest. Verwenden Sie nur Schrauben geeigneter Spezifikation. Beim Anschluss der Ölleitungen nie flüssige Dichtmittel verwenden.
Starten Sie den Motor und lassen Sie diesen ca. 30 Sekunden im Leerlauf laufen, bevor sie ihn belasten. Kontrollieren Sie nach Inbetriebnahme aller Luft-, Gas- und Ölleitungen die Dichtheit der Verbindungen.
Sicherheitshinweis: Während und unmittelbar nach dem Betrieb den Turbolader nicht berühren - heiße Oberflächen !
Hier noch ein Technik-Tipp:
Modelle:
Audi A4, A6, A8; VW Passat, 110 kW/150 PS, 2496 cm³, 6 Zylinder
Motorkennbuchstaben:
AFB bis Motor-Nr.: 15 45 91
AKN bis Motor-Nr.: 03 18 89
Problembeschreibung:
Beim Wechsel des Turboladers ist dringend darauf zu achten, dass der Innendruck des Kurbelgehäuses gemessen wird. Liegt dieser über fünf Millibar, muss der Ölnebelabscheider gereinigt werden. Ist hier noch die alte Generation verbaut, muss der Ölnebelabscheider (sitzt im V des Motors) der neuen Generation verbaut werden!
Ist der Ölnebelabscheider blockiert, führt dies zu einem zu hohen Druck im Bereich der Ölwanne/Kurbelgehäuse. Dies wiederum behindert den Rücklauf des Öles aus dem Turbolader und führt in Folge zum Ölverlust am Turbolader in Richtung Verdichter und/oder Turbine, ohne dass ein Fehler am Turbolader selbst vorliegt.
Ölnebelabscheider:
Sie werden bei VW unter dem Begriff Dichtungssatz für Ölfilterhalter angeboten und kosten derzeit ca. 60 Euro (Stand 12/04).
Artikel-Nr.: 05 91 03 46 4 oder
Artikel-Nr.: 05 91 03 46 4B
(Angaben ohne Gewähr, ggf. beim örtlichen VW/Audi-Händler nachfragen!)
Grundsätzlich:
Jede Störung, welche den ungehinderten Rücklauf des Öles aus dem Turbolader zurück in die Ölwanne des Motors behindert, kann zum Ölverlust am Turbolader führen, ohne dass dieser in irgendeiner Form defekt ist. Mögliche Störungen sind zum Beispiel ein zu hoher Verschleiß des Motors im Bereich der Kolben (BlowBy), eine verstopfte Kurbelgehäuseentlüftung, eine Verengung oder Verstopfung der Ölrücklaufleistung selbst. Nichtbeachtung dieser Mitteilung führt zur Ablehnung der Garantie!
Quelle: Kfz-MeisterService 1-2|2005
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