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Elektrik-Tricks
Fehlerhafter Mikroschalter. Beim Audi A3 kann es vorkommen, dass nach dem Betätigen des Schließzylinders die Zentralverriegelung wieder selbständig öffnet und schließt. Dies geschieht allerdings nur, wenn das Fahrzeug mit dem Schlüssel geöffnet bzw. geschlossen wird. Erfolgt die Betätigung der Zentralverriegelung über die Fernbedienung, ist keine Fehlfunktion feststellbar. Eine mögliche Ursache hierfür ist der Mikroschalter am Schließzylinder. Aufgrund zu großer Toleranzen rutscht er aus der Befestigung und verursacht den genannten Fehler.
Um den Fehler zu beheben, kann der Mikroschalter mit einem geeigneten Kleber in der Führung befestigt werden. Ist dies nicht möglich, muss der Schließzylinder gegen eine neuere Ausführung getauscht werden.
Kontaktprobleme. Ein Übergangswiderstand an der Masseverbindung für die Bremsleuchten oder eine oxidierte Lampenfassung für das Bremslicht kann beim Opel Vectra B zum Aufleuchten der ABS-Kontrollleuchte und zum Eintrag des Fehlercodes 37 (Bremslichtschaltkreis) ins ABS-Steuergerät führen. Um den Fehler zu beheben, sollten zunächst die Lampenfassungen und der Spannungsabfall an der Masseleitung von den Bremsleuchten zum Karosseriemassepunkt unter Last (bei eingeschalteten Bremsleuchten) gemessen werden. Oxidierte Lampenfassungen sollten erneuert und eine schlechte Masseverbindung instandgesetzt werden. Anschließend darf nicht vergessen werden, den Fehlercode im ABS-Steuergerät zu löschen.
Beschädigter Kabelbaum. Falls ein Audi A6, Baujahr 1997 bis 2004, mal nicht starten sollte, könnte dies an einem beschädigten Kabelbaum der Wegfahrsperre liegen. Zusätzlich kann der Eintrag “Signal von der Empfangsspule oder Schlüssel zu schwach” im Fehlerspeicher abgespeichert sein. Möglicher Grund dafür ist, dass der Kabelbaum für die Wegfahrsperre produktionsseitig so verlegt wurde, dass die Lenksäulenverkleidung einzelne Leitungen des Kabelbaums beschädigt. In diesem Fall ist zunächst die Lenksäulenverkleidung abzubauen. Danach ist der Kabelbaum auf Beschädigungen bzw. Kabelbruch zu prüfen und gegebenenfalls instand zu setzen. Nach der Reparatur der Leitungen muss der Kabelbaum so verlegt werden, dass keine erneuten Beschädigungen auftreten können.
Stromversorgung beim Radioeinbau. Wenn bei einem Peugeot 206 ab Baujahr 11/2001 das Serienradio gegen ein Zubehörgerät getauscht werden soll, kann es zu Problemen mit der Spannungsversorgung kommen. Um das zu vermeiden, sollte die Spannungsversorgung für das Zubehörgerät nicht über den ISO-Stecker, sondern durch neu verlegte Kabel für Klemme 30 und Klemme 15 erfolgen. Wird ein ISO-Stecker für die Spannungsversorgung verwendet, besteht die Gefahr, dass das Radio noch 30 Minuten nach dem Ausschalten der Zündung eingeschaltet bleibt.
Hintergrund dafür ist, dass die Spannungsversorgung des Serienradios (Klemmen 30 und 15) über ein Relais erfolgt, das vom CAN-Bus angesteuert wird. Nach dem Abschalten der Zündung wartet das CAN-Steuergerät auf das Abmeldeprotokoll des Serienradios. Bleibt dieses aus, wird aus Sicherheitsgründen nach 30 Minuten die gesamte Spannungsversorgung über das Relais abgeschaltet. Das führt dann dazu, dass der gesamte Senderspeicher un deine eventuelle Codierung des Zubehörradios gelöscht wird.
Schüttelfrost. Wenn ein Kunde an einem Golf IV TDI mit Motorcode AXR (Bj. 09/2000-2004) starke Vibrationen im Leerlauf beanstandet, könnte das an einem oder mehreren defekten Pumpe-Düse-Elementen liegen. Betroffen davon sind Fahrzeuge mit dem Motorcode AXR 001000 bis AXR 025181. Im Motorsteuergerät wird kein Fehlercode abgelegt. Erhöhter Verschleiß des Magnetankers im Pumpenelement führt zu unzulässigen Toleranzen und zu einer zu hohen eingespritzten Kraftstoffmenge (zu fettes Gemisch). Die Leerlaufruheregelung versucht durch eine Rücknahme der Einspritzmenge das zu fette Gemisch auszugleichen. Aufgrund der stark unterschiedlichen Einspritzmengen kommt es jedoch zu den Vibrationen im Leerlauf.
Zur Überprüfung der Einspritzmengen der einzelnen Pumpe-Düse-Elemente wird der Diagnosetester bei betriebswarmem Motor an das Fahrzeug angeschlossen. Je nach Menüführung des Testers werden dann im Bereich der Messwerte bzw. im Menü Mengenvergleich die Korrekturmengen der Laufruheregelung an den einzelnen Zylindern ausgelesen. Werte, die größer sind als 0,8 mg/H weisen auf eine erfolgte Korrektur hin. Der zulässige Sollwert liegt bei 2,8 mg/H. Bei starken Abweichungen müssen die Pumpe-Düse-Elemente mit dem größten negativen Wert überprüft und gegebenenfalls erneuert werden.
Müde Motoren. Beim Opel Corsa Modelljahr 2003 mit den Motorcodes Z10XEP, Z12XE und Z14XEP kann es vorkommen, dass der Motor ruckelt und keine Leistung mehr hat. Gleichzeitig sind die Fehlercodes P0100 oder P0170 aus dem Fehlerspeicher auszulesen. Mögliche Ursache ist in diesem Fall ein ab Werk falsch verbauter Luftmassenmesser. Bei Z12XE-Motoren wurden Luftmassenmesser für Z10XEP- und Z14XEP-Motoren und umgekehrt verbaut. Im Beanstandungsfall ist die Nummer auf dem Luftmassenmesser zu prüfen und gegebenenfalls letzterer zu erneuern.
Die richtigen Nummern der Luftmassenmesser müssen lauten: Für Z10XEP und Z14XEP-Motoren Bosch 0 280 218 119 und für den Z12XE-Motor Bosch 0 280 218 031.
Start-Verweigerer. Ein defekter Kurbelwellensensor kann dazu führen, dass Motoren im Audi A4 (Bj. 1996-2001) und VW Golf IV (Bj. 1997-2004) mit Motorkennbuchstaben AKL nicht anspringen wollen. Ein interner Kurzschluss im Kurbelwellensensor kann zu dessen Ausfall führen. Um den Fehler beheben, muss der Sensor erneuert werden. Vor dem Austausch sollte allerdings zur sicheren Fehlerdiagnose der Fehlerspeicher ausgelesen und mit einem Oszilloskop das Signalbild des Kurbelwellensensors geprüft werden.
Vorsicht: In vereinzelten Fällen ist es möglich, dass es zu Beschädigungen am Geberrad des Kurbelwellensensors kommt. Das Fehlerbild kann dann auch auf einen defekten Sensor hindeuten. Deshalb muss das Geberrad beim Erneuern des Sensors unbedingt geprüft werden.
Falsche Lage. Bei allen neuen BMW-Modellen mit Reifendruckkontrolle kann es vorkommen, dass die Kontrollleuchte des Reifendruckkontrollsystems aufleuchtet. Dies kann an einem falsch positionierten Reserverad liegen. Im Fehlerspeicher ist dann der Eintrag “Signalsensor Reserverrad fehlerhaft” abgelegt.
Im Zuge der Inspektion oder nach dem Prüfen des Luftdrucks ist darauf zu achten, dass sich das Reifenventil nach dem Einbau des Reserverades wieder in der 9-Uhr-Position befindet. Der Empfänger erkennt nur in dieser Einbaulage die Signale des Senders.
Quelle: Kfz-MeisterService 4/2007 und 6/2007 - Hella Blitz-Info
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