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Buchsenbundabriss bei NKW-Motoren

In der Praxis treten bei den neuen NKW-Motorengenerationen mit einer Laufleistung von mehr als 450.000 km nach dem Erneuern der Zylinderlaufbuchse verstärkt Buchsenbundabrisse auf.

Die wesentlichen Merkmale der neuen Generationen sind höhere Einspritzdrücke mit modernster Einspritzanlage (Pumpe-Düse) und der bauartbedingten einlagigen, sehr harten Stahl-Zylinderkopfdichtung.
MSI Motor Service International GmbH, die Vertriebsorganisation für die weltweiten Aftermarket-Aktivitäten der Kolbenschmidt Pierburg AG, hat das Problem im Rahmen seines Qualitätsmanagements analysiert.

Schadensbeschreibung
Das Bild zeigt deutlich einen Gewaltbruch am Buchsenbundsitz.

Ursache
Aufgrund der höheren Verbrennungsdrücke und der bauartbedingten einlagigen, sehr harten Stahl-Zylinderkopfdichtung wird der Motorblock zunehmend belastet. Wegen dieser Beanspruchung verzieht sich nach einer längeren Laufleistung das Kurbelgehäuse im Bereich der Auflagefläche des Buchsenbundes.
Beim Einbau einer neuen Zylinderlaufbuchse ist der Buchsenbund der Zylinderlaufbuchse zwar plan, aber nicht die Auflagefläche für den Buchsenbund im Motorblock. Folglich entstehen beim Anziehen der Zylinderkopfschrauben sehr hohe Spannungen, die zu einem Abreißen des Buchsenbundes führen können. Nur durch Nacharbeit der Auflagefläche des Buchsenbundes im Motorblock kann die geforderte Planheit erreicht werden.

Wichtig
Bei der Überholung von Motoren mit einer Laufleistung von mehr als 450.000 km muss auf jeden Fall die Auflagefläche des Buchsenbundsitzes im Motorblock kontrolliert und, wenn nötig, auch nachgearbeitet werden.

Hinweis
Die Verformung der Auflagefläche ist rein optisch ohne geeignete Hilfsmittel nicht zu erkennen. Eine einfache Methode, diesen Verzug zu prüfen, ist der Einsatz von Lagertusche.

Empfehlung
Zur Nacharbeit des Buchsenbundsitzes im Motorblock empfiehlt MSI das Buchsenbundsitz-Plandrehgerät mit entsprechendem Drehstahl.


Quelle: NKW partner 1/2003






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