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Stoßdämpferprüfung: Verschleiß reduziert die Fahr- und Verkehrssicherheit
1. Leistungsverlust
Der Leistungsverlust bei Stoßdämpfern setzt schleichend ein, ohne dass der Fahrer dies merkt (Gewohnheitseffekt). Deshalb ist es ratsam, Stoßdämpfer alle 20.000 km überprüfen zu lassen. Dabei ist besonderer Augenmerk auf das Stoßdämpfer-Umfeld, wie Querlenkerlager, Spurstangenköpfe und Reifenprofil zu richten. Erfahrungsgemäß empfiehlt sich ein Stoßdämpferwechsel bei ca. 80.000 km, wobei dies auch abhängig ist von der jeweiligen Fahrweise und den Straßenverhältnissen.
2. Stoßdämpfer-Defektenrate
Prüfaktionen von TÜV, DEKRA, ADAC und IVU haben bestätigt, dass ca. 14 Prozent der geprüften Fahrzeuge mindestens einen defekten Stoßdämpfer haben. Auf den Kfz-Bestand in Deutschland bezogen bedeutet das eine Grlßenordnung zwischen 5 und 6 Millionen Fahrzeugen.
3. Elektronische Steuersysteme
Nachlassende Stoßdämpferwirkung mindert die Wirkung der ESP (Elektronische Stabilitätskontrolle) und beeinflusst negativ die elektronischen Fahrwerkkomponenten wie ABS (Antiblockier-System) und ASR (Antischlupf-Regelung). Dies bedeutet also, je mehr elektronische Sicherheitskomponenten im Fahrzeug eingebaut sind, desto stärker ist die volle Leistung der Stoßdämpfer gefordert, um die gewollte Unfall-Prävention zu erhalten und die Verkehrssicherheit auch nicht negativ zu beeinträchtigen.
4. Risiken bei Fahrzeugen mit geringerer Stoßdämpfer-Leistung
Zu den Sicherheitsrisiken infolge leistungsgeminderter Stoßdämpfer zählen:
→ Längerer Bremsweg
→ Instabiles Fahrwerk bei Ausweichmanövern und Kurvenfahrten
→ Das “Eintauchen” beim Abbremsen und
→ der früher einsetzende Aquaplaning-Effekt
5. Unnötige zusätzliche Kosten
Für den Autofahrer ist es wichtig zu wissen, dass mit mangelhaften Stoßdämpfern neben den angesprochenen Negativ-Einflüssen auf die Fahrsicherheit auch ein vorzeitiger Verschleiss im Stoßdämpfer-Umfeld auftritt wie Reifen, Spurstangenköpfe, Lenkeinrichtungen, etc...und somit weitere vermeidbare Kosten entstehen.
6. Praktische Tipps
→ Im Rahmen von Sicherheits-Aktionen führen Reifenhändler, Kfz-Fachwerkstätten und Automobilclubs den “Stoßdämpfer-Check” mit dem Shocktester kostenfrei durch.
→ Nie einen defekten Stoßdämpfer allein auswechseln, sondern immer beide Dämpfer einer Achse.
→ Wird der Austausch von Stoßdämpfern nötig, lässt sich das Fahrzeug mit relativ geringen Mehrkosten durch höherwertigere Dämpfer, Nivomaten oder komplette Sportfahrwerke aufwerten.
Quelle: SACHS-Serviceinformationen auf www.zf-trading.com
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