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So “läufts” im Bus: Die Funktion des CAN-Bus-Systems

Am einfachsten lässt sich die Funktion eines CAN-Bus-Systems anhand eines Beispiels erklären:
Das Steuergerät 3 (SG 3) liefert die Information “Kühlmitteltemperatur” und legt sie auf den Bus. Alle übrigen SG empfangen diesen Datensatz und prüfen, ob sie den Temperaturwert für sich nutzen können.

Die Kühlmitteltemperaturanzeige im Schalttafeleinsatz (SG 1) etwa zeigt dem Fahrer die aktuelle Motortemperatur, während die Klimaanlage (SG 2) ableitet, dass noch Reserven zum weiteren Abkühlen der Innenraumluft bestehen.

Doch auch das ABS-System (SG 4) erhält die Temperaturinformation, ignoriert sie aber und bleibt weiter “auf Horchposten”, bis wieder relevante Daten auf dem Bus anliegen, etwa das Geschwindigkeitssignal des Raddrehzahlsensors.




Da aber auch die anderen SG -zum Teil gleichzeitig- ihre Daten abschicken wollen, jedoch nicht alle Daten gleich wichtig sind, werden diese nach einer festgelegten Hierarchie mit Prioritäten versehen und auf den Bus gelegt. “Wichtige” Informationen wie die Motordrehzahl erhalten somit Vorrang vor “unwichtigen” wie der Motortemperatur. Dadurch wird ein Datenchaos verhindert.

Und hier noch ein Praxistipp zu möglichen CAN-Bus-Fehlern:

→ Kurzschluss nach Masse
→ Kurzschluss nach Plus
→ Kurzschluss von “CAN-High” nach “CAN-Low”
→ Bruch der CAN-Leitungen
→ Batterie-/Versorgungsspannung des Steuergerätes zu gering
→ defekter Abschlusswiderstand (soweit verhanden)
→ Störspannungen aus anderen Fahrzeugsystemem (z.B. von der Zündanlage oder dem Generator), die unplausible Signale verursachen können.


Quelle: Krafthand 22/2006






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