|
Mehr Sicherheit durch neues Bremsbelagniederhaltesystem mit ProTec S®
für Knorr-Bremse Scheibenbremsen der Baureihen SB/SN
Wenn es um die Verkehrssicherheit von Nutzfahrzeugen geht, spielt das Bremssystem eine ganz entscheidende Rolle. Damit dieses System einwandfrei arbeitet, muss selbstverständlich die Funktionsfähigkeit der einzelnen Bestandteile gewährleistet sein. Das gilt insbesondere auch für Scheibenbremsen und das Belagniederhaltesystem inklusive Feder, das den Bremsbelag führt. Im Zuge kontinuierlicher Optimierungen und der Entwicklung der Folgegeneration Scheibenbremse hat Knorr-Bremse eine neue Serienfeder entwickelt. Sie heißt ProTec S® und zeichnet sich unter anderem dadurch aus, dass Bremsbelag und Feder über einen Bügel mittels eines Schweißpunktes fest miteinander verbunden sind.
Mit ProTec S® können eine ganze Reihe von Vorteilen erreicht werden. So sorgt die direkte Verbindung für eine prozesssichere Einstellung der Federkraft und damit für eine optimale Führung der Bremsbeläge. Gleichzeitig erhöht die Verbindung von Bremsbelag und Feder gerade auch bei rauen Fahrbedingungen die Lebensdauer erheblich. Die verschweißte Halteklammer wirkt darüber hinaus wie ein Gleitschuh und ist somit ein guter Schutz gegen schmutzbedingten Abrieb an Feder und Haltebügel. Dazu kommt, dass ProTec S® damit den Belag besser aus dem Scheibenkontakt zurückgleiten lässt, was wiederum den Kaltverschleiß merklich reduziert.
Eine weitere Neuerung, die ebenfalls mit der Einführung von ProTec S® einhergeht, ist die Gussrückenplatte, auf der die Belagmasse aufgebracht ist. Die gegossene Platte hat weniger Gewicht als die bisherige Platte aus Stahl, dadurch erzeugt sie weniger Eigendynamik und verhindert die radiale Beschleunigung des Belags. Daraus resultieren eine geringere Klapperneigung des Belags und deutlich geringere Verformungen im Kontakt mit dem Bremsträger.
Die bereits erwähnte Verbindung von Feder und Bremsbelag bringt übrigens auch einen deutlichen Sicherheitsgewinn in Sachen Service mit sich. Denn bei ProTec S® ist die risikobehaftete Wiederverwendung einer bereits gebrauchten Feder beim Belagwechsel ausgeschlossen.
Bei den früheren Belaghaltesystemen bestand diese Gefahr durchaus. Oftmals wurde in den Werkstätten die eigentlich nur für ein Bremsbelagleben konzipierte Feder beim Austausch des Bremsbelags ein weiteres Mal verwendet. Dies ist durchaus problematisch, denn einen eventuellen Defekt wie zum Beispiel eine geringere Elastizität ist der Feder nicht unbedingt anzusehen. Ist jetzt ein Bremsbelagwechsel fällig, wird das gesamte Belagniederhaltesystem ausgetauscht. Da die Systemfeder ProTec S® ein fester Bestandteil des Systems ist und nicht mehr separat aufgeklickt werden muss, sind damit auch mögliche Montagefehler ausgeräumt.
Knorr-Bremse wird das neue Belagniederhaltesystem mit ProTec S® ab jetzt im Markt einführen. Die neue Lösung ist als rückwärtskompatibles, also auch in älteren Fahrzeugen einsetzbares System entwickelt. Zukünftig können somit bereits im Feld befindliche Scheibenbremsen des Typs SB/SN im Service von der technischen Weiterentwicklung profitieren. Das bewährte Belagniederhaltesystem, das bisher in allen Baureihen der Scheibenbremse zum Einsatz kam, wird sukzessive durch die Serienfeder ProTec S® ersetzt.
Fazit: ProTec S® trägt maßgeblich zur Erhöhung der Funktionssicherheit von Nutzfahrzeugbremsen bei - ob in der Erstausstattung oder als Original-Ersatzteil.
Der erste für den Folgemarkt freigegebene Bremsbelagsatz mit dem neuen Belagniederhaltesystem mit ProTec S® (Knorr-Bremse Bestell-Nummer: K046771K50) ist die Ersetzung für den bisherigen Bremsbelagsatz mit der Knorr-Bremse Bestell-Nummer II180220062. Dieser Bremsbelagsatz enthält Bremsbeläge von Honeywell (Jurid 539-39) mit dem neuen Belagniederhaltesystem und dem notwendigen Originalzubehör.
Die eingesetzten Reibbeläge entsprechen in ihrer Zusammensetzung den Anforderungen der Ökoklassen 1 bis 2 und erfüllen somit die EU-Altautoverordnung.
Quelle: KNORR-BREMSE Systeme für Nutzfahrzeuge GmbH
|
|