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Kein Anschluss unter dieser Nummer
Der Teufel steckt manchmal im Detail – etwa, wenn ein Ersatzteil nicht passt, nur weil man beim Bestellen übersehen hat, dass es unterschiedliche
Ausführungen davon gibt. Worauf beim Austausch von Lenkhelfpumpen zu achten ist, haben die Teilespezialisten von Febi dem NKWpartner verraten.
Hilfskraftlenkungen, auch als Servolenkungen bekannt, sind im Nutzfahrzeug längst Serienstandard, denn sie erhöhen den Fahrkomfort und ermöglichen selbst bei 40-Tonnern ein einfaches Rangieren. Ein wichtiges Bauteil der Servolenkung ist die Lenkhelfpumpe. Diese versorgt das Lenkgetriebe mit Hydrauliköl und baut
den Druck innerhalb des Systems auf, der für die Kraftunterstützung der Lenkanlage erforderlich ist - und damit ein direktes Lenkverhalten bei geringem Kraftaufwand ermöglicht. Wie alle Pumpen in einem Nutzfahrzeug, so ist auch die Lenkhelfpumpe ein typisches Verschleißteil, das irgendwann einmal ersetzt werden muss. Bei
manchen Nkw-Modellen gilt es den Teilespezialisten von Febi zufolge besonders aufzupassen.
Typische Ausfallursachen
“Nimmt die Lenkunterstützung mit der Zeit ab oder sind beim Lenken “komische” Geräusche zu hören, deutet dies oft auf eine schadhafte Lenkhelfpumpe hin”, erklären die Lenkungsspezialisten von Febi. Durch den Eintritt von Luft - etwa aufgrund einer durch Motorvibrationen gelockerten
Anschlussleitung - werde die Pumpe nur mehr unzureichend geschmiert und könne im Extremfall sogar festfressen.
Eine Besonderheit stellen den Ennepetaler Nutzfahrzeugteile-Spezialisten zufolge Lenkhelfpumpen dar, die als Tandempumpe ausgelegt sind. Dabei handelt es sich quasi um zwei Pumpen in einem gemeinsamen Gehäuse, die über denselben Antriebsriemen angetrieben werden: Eine Pumpe ist für den Druck im Lenksystem verantwortlich, die andere fördert je nach Einsatzzweck Dieselkraftsoff zur Einspritzanlage oder erzeugt ein Vakuum.
Als Beispiel nennen die Fachleute von Febi die Actros I- und Actros II-Modelle (OM 501/502LA) von Mercedes-Benz, die mit einer solchen Pumpentechnik ausgestattet sind. “Gerät verschmutzter Kraftstoff in die Dieselfördereinheit der Tandempumpe, kann es ebenfalls zum Ausfall und zum Festfressen kommen”, warnen die Fachleute. Deshalb sei in beiden Fällen die Passgenauigkeit der Anschlussleitungen und der Montagebohrungen besonders wichtig, um die Funktionsfähigkeit und Langlebigkeit der Pumpeneinheit sicherzustellen.
Besonderheiten berücksichtigen
Ebenso wichtig ist es den Experten von Febi zufolge, beim Austausch der Lenkhelfpumpe ein baugleiches Ersatzteil zu verwenden und fahrzeugspezifische Besonderheiten zu beachten. Beim Actros I+II etwa gibt es laut Febi zwei mögliche Pumpen, die sich jedoch an den Leitungsanschlüssen unterscheiden, vom
Fahrzeughersteller bei einem Ersatz jedoch trotz unterschiedlicher Febi-Teilenummer als “wahlweise” ausgewiesen werden.
“Sollte die defekte Pumpe gegen die andere Ausführung getauscht werden, muss man gleichzeitig auch die Anschlussleitungen wechseln.
Nur dann lässt sich die betreffende Lenkhelfpumpe spannungsfrei montieren und ein späterer Bruch der Leitungen verhindern. Idealerweise sollte man immer denselben Pumpentyp verwenden, der ursprünglich verbaut war”,empfehlen die Ennepetaler Nutzfahrzeugexperten.
Quelle: NKWpartner 3/2010
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