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Voller Durchblick

Ganz einfach zu bedienen und tiefenschärfer denn je: So präsentiert sich die neue Generation von Fleet+ für Haldex EB+.

Elektronik mus nicht kompliziert sein. Und sie darf auch nicht kompliziert sein, soll sie doch das Leben leichter machen. Unter genau diesem Motto steht die Datenaufzeichnung Fleet+, die Haldex für Trailer mit Haldex EB+ entwickelt und jüngst noch einmal verfeinert hat.

Ganz neu ist zum Beispiel im Bereich der Snapshots eine Suchfunktion, mit der sich gezielt bestimmte Kriterien über Filter abrufen lassen, die der Benutzer selbst spezifizieren kann. Beispiel: Wo ABS mehr als null Mal in Aktion getreten ist, wo der Vorratsdruck unter 5,5 bar oder über 10,0 bar gelegen hat - das sind die Fragen, auf die es per Suchfunktion eine schnelle und spezifische Antwort gibt.

Der kundige Nutzer weiß dabei: Wo ABS-Aktionen gehäuft auftreten, könnte unangemessen sportlicher Fahrstil im Spiel sein. Wenn der Vorratsdruck unter 5,5 bar fällt, dann macht sich der Federspeicherbremszylinder ans Werk. Und bei Vorratsdrücken über zehn bar regelt EBS nicht mehr. Sowohl zu niedriger als auch zu hoher Vorratsdruck können jeweils Ursache eines auffälligen Bremsenverschleißes sein. “Fleet+ 3 schafft genau die Transparenz, die wir in solchen Dingen brauchen”, sagt Lkw-Vermieter Marek Wolanski vom Multi-Truck-Center in Zwochau bei Leipzig, unter dessen Flagge rund 1400 Auflieger laufen. “Einfach aufgebaut, gut zu bedienen” lauten wiederum die Vorteile, die Werkstattleiter Tobias Schulze schätzt.

Generell macht es die dritte Generation von Fleet+ dem Nutzer leichter denn je, sich in der gewaltigen Menge der von der Elektronik gesammelten Daten zurechtzufinden. Insgesamt fünf Kategorien erscheinen in der Kopfzeile auf dem Bildschirm, sobald Fleet+ Kontakt mit der ECU (Electronic Control Unit) des Trailers aufgenommen hat: “Überblick”, “Snapshots”, “Histogramm”, “Trip Aufzeichnungen” und “Benutzer Info”.

Hier setzt der Benutzer erste Prioritäten. “Überblick” zum Beispiel zeigt ihm ganz oben die Anzahl aller Fahrten (und der dabei insgesamt zurückgelegten Distanz) mit angeschlossenem Kabel ISO 7638 sowie Stopplichtkabel, sofern eine Geschwindigkeit von zehn km/h und eine Distanz von mehr als einem Kilometer dabei überschritten sind.

Auch die OEM können von der erweiterten und genaueren Datenaufzeichnung profitieren. Optional kann Fleet+ der dritten Generation zum Beispiel mit einem Sensor kombiniert werden, der die vertikale Beschleunigung des Trailers misst und speichert. Aus den so gewonnenen Daten lassen sich jederzeit wertvolle Rückschlüsse darüber ziehen, wie es um die Beanspruchung von Chassis, Achsen und Reifen in der Praxis tatsächlich bestellt ist.

Für Fahrten, bei denen das ISO-Kabel nicht angeschlossen war, kalkuliert Fleet+ anhand der EBS-Aktivierungen per Stopplicht einen Näherungswert. Auf 1000 Fahrten hat Haldex erst jüngst das Maximum dessen aufgestockt, was als Anzahl von Trips speicherbar ist.

Mit der Funktion “Überblick” kann der Benutzer also die gesamte Historie des Trailers ausleuchten. Auf einen Blick kann der User erkennen, wie viele Snapshots in sechs verschiedenen Kategorien vorliegen, wie oft es zu Stability-Ereignissen kam, wie hoch die Zahl der gesamten Bremsbetätigungen ist, welchen Wert die ABS-Regelungen erreichen oder wie oft die AUX-Schaltausgänge aktiviert wurden.

Nichts einfacher, als nun tiefer in die Materie vorzudringen: Per benutzerfreundliche und intuitiv verständliche Buttons lässt sich die ECU im Nu auslesen, speichert der PC die gewünschten Dateien. Und genauso benutzerfreundlich sind die anderen Menüs, mit denen der Nutzer dann mehr ins Detail gehen kann. Die von Haldex jetzt zusätzlich gebotenen “Snapshots” beziehen sich hauptsächlich auf kritische Parameter wie beispielsweise Fahrten mit Überladung. Die entsprechenden Werte erscheinen in Form von Balkendiagrammen.

Es besteht zudem die Möglichkeit, Daten von einem anderen Fahrzeug unkompliziert zum Vergleich heranzuziehen und die beiden Charts auf dem Bildschirm übereinander anzeigen zu lassen. Das macht Unterschiede schnell ersichtlich und lässt gegebenenfalls auf bestimmte Fehlnutzungen schließen.

Mehr wichtige Vergleichskriterien denn je kann der Nutzer im bei Fleet+3 ebenfalls erweiterten Menü “Histogramm” abrufen, das als dritter Punkt in der Kopfleiste fungiert. Neu ist im Menü Histogramm zum Beispiel eine feinere Aufschlüsselung der Bremsdrücke im niedrigen Bereich. Aus diesen Daten lassen sich Schlüsse über die Abstimmung von Zugmaschine und Trailer ziehen.

Alle weiteren Daten von Belang zeigt Fleet+ schließlich im reichhaltigen Menü “Trip Aufzeichnungen”, das als erweitertes Logbuch fungiert, über insgesamt 18 Kriterien Protokoll führt und dem Nutzer wiederum die Möglichkeit bietet, nach eigenen Kriterien zu filtern.

Ein Klick mit der rechten Maustaste auf einen bestimmten Trip blendet eine als Liste ausgeführte Übersicht über alle Trip- Daten ein, die bei einem weiteren rechten Mausklick wieder verschwindet.

Programmierbar sind zudem bestimmte Filterparameter wie “Vorratsdruck größer zehn bar” oder “Achslast >27.000 kg” (um zum Beispiel genau die Trips mit Überladung zu finden). Ist dies geschehen, scheint jeder Trip, der dieses Kriterium erfüllt, sofort mit einer Markierung in gelber Farbe auf und ist per horizontales Scrollen auch schnell detektiert. Das System markiert somit dem Nutzer schnell all das, was er vorher in der gesamten Historie selbst herauszufinden hatte.

Damit nicht genug: Der letzte Menüpunkt in der Kopfzeile, “Benutzer Info” fungiert als praktischer persönlicher Notizblock für den Nutzer. Er ist also für Kommentare und Anmerkungen des Anwenders gedacht und wird zusammen mit den ECU-Daten auf dem PC gespeichert.


Quelle: Haldex Europe SAS



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