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Mit “Right to Repair” die Zukunft des freien Marktes sichern
Die Autofahrer Europas sollen freie Auswahl haben, wenn es um Wartung und Reparatur ihrer Fahrzeuge geht. Dieses Ziel verfolgt die europaweite Kampangne “Right to Repair” (R2CR). Es gibt viele Gründe, diese Kampagne zu unterstützen - machen Sie mit!
Warum eine Kampagne ‘Right to Repair’?
Autos werden immer mehr zu “Computern auf Rädern”. Technologische Innovationen sorgen zweifelsohne für eine effizientere Emissionskontrolle, verbesserte Sicherheit und für mehr Komfort, aber sie machen die Wartung und Reparatur von Fahrzeugen auch wesentlich komplexer als früher. Ohne einen umfassenden und fairen Zugang zu technischen Informationen, zu Mehrmarken-Diagnose- und Testgeräten, zu Kfz-Ersatzteilen und Schulungen kann der freie Kfz-Service- und Ersatzteilmarkt (IAM) den europäischen Autofahrern nicht mehr den qualitativ hochwertigen Service und die Ersatzteile bieten, die sie für die Wartung und Reparatur ihrer Fahrzeuge benötigen.
Dieses Szenario könnte sehr bald Wirklichkeit werden, da eine wichtige Regelung, die Gruppenfreistellungsverordnung (GVO) für den
Automobilsektor (EG) Nr. 1400/2002, in 2010 ausläuft. Die GVO schützt derzeit den Wettbewerb und die Wahlfreiheit der Verbraucher im Kfz-Service- und Ersatzteilmarkt. Die ‚Euro 5’ Verordnung (EG) Nr. 715/2007, die im September 2009 in Kraft getreten ist, deckt nur den Zugang zu den technischen Informationen für neu zugelassene Fahrzeugmodelle ab, und kann somit die Lücke für den bestehenden Fahrzeugbestand nicht schließen.
Viele Politiker wissen sehr wenig über diese Herausforderungen und über den Beitrag, den der freie Kfz-Service- und Ersatzteilmarkt für die Wirtschaft der EU und deren Mitgliedstaaten leistet. Daher gilt es, jetzt zu handeln, um die Zukunft des freien Kfz-Servicemarktes und das Recht der europäischen Verbraucher
auf Wahlfreiheit zu sichern!
Gründe für die Unterstützung der Kampagne “Right to Repair”
Starke KMU in einem wettbewerbsfähigen Kfz-Service- und Ersatzteilmarkt
Der freie “Automotive Aftermarket” beschäftigt in Europa rund 3,5 Millionen Personen in der Produktion und im Vertrieb von Kfz-Ersatzteilen sowie in der Wartung und Reparatur von Fahrzeugen. Sie alle leisten einen wichtigen Beitrag zu bezahlbarer Mobilität, zu Wahlfreiheit für Verbraucher und zu sicheren und sauberen Autos auf Europas Straßen. Ein Beispiel: Autofahrer geben jährlich etwa 140 Milliarden Euro für Kfz-Ersatzteile und Serviceleistungen (einschließlich Lohnkosten) für ihre PKW aus. Rund 665.000 Unternehmen, und hier vor allem kleine und mittelständische Unternehmen (KMU), bieten Kfz-Ersatzteile und Qualitäts-Serviceleistungen zu wettbewerbsfähigen Preisen an. Daher bedarf es gesetzlicher Rahmenbedingungen, die den freien Wettbewerb im Kfz-Teile- und -Reparaturmarkt schützen und damit diesen KMU überhaupt erst die Möglichkeit geben, mit den
Automobilherstellern in Konkurrenz zu treten.
Arbeitsplätze und einen soliden Mittelstand in Europa erhalten
Kleine und mittelständische Unternehmen bilden das Rückgrat des freien Kfz-Servicemarktes in Europa. Sie bieten Reparaturdienstleistungen in der Nähe der
Verbraucher und helfen, Beschäftigung und Kompetenzen regional zu erhalten. Sie schaffen Arbeit nicht nur in den großen Städten, sondern überall in Europa – in
städtischen, ländlichen oder abgelegenen Regionen, in denen die tägliche Aktivität in hohem Maße von der straßengebundenen Mobilität abhängt.
Bezahlbare Mobilität für den Verbraucher – während der gesamten Lebensdauer des Fahrzeugs
Ein freier Kfz-Servicemarkt bedeutet den Erhalt des freien Wettbewerbs. Das ist gut für die Verbraucher und die Wirtschaft, da Europas Autofahrer damit nicht an
den Fahrzeughersteller als alleinige Bezugsquelle für Kfz-Ersatzteile und Reparaturdienstleistungen gebunden sind. Autofahrer sollten die Wahl haben, was mit ihrem Eigentum passiert und wer die erforderlichen Arbeiten ausführt – denn es ist schließlich ihr Auto.
Sicherheit und nachhaltiger Nutzen für die Umwelt
Der technische Fortschritt in der Emissionskontrolle trägt zum globalen Umweltschutz bei. Um jedoch sicherzustellen, dass die Fahrzeuge den europäischen Emissionsnormen und Sicherheitsstandards nicht nur als Neuwagen sondern während der gesamten Lebensdauer entsprechen, sind regelmäßige Inspektionen,
Wartungen und Reparaturen erforderlich. Mit einem fairen und umfassenden Zugang zu Reparaturinformationen, Mehrmarken-Diagnosegeräten, Kfz-Ersatzteilen
und Schulungen, können freie Marktteilnehmer bezahlbare, sichere und saubere Mobilität für die gesamte Lebensdauer der Fahrzeuge bieten.
Machen Sie mit und setzen sich sich ein für Ihre Zukunft im freien Kfz-Teile- und Servicemarkt und für die Wahlfreiheit der Verbraucher!
Unterstützen Sie aktiv die “Right to Repair” Kampagne: www.r2rc.de
Quelle: Gesamtverband Autoteile-Handel e.V. (GVA)
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