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Lambda-Sonden: Sensor der Kundenzufriedenheit

Rechtzeitiger Austausch der Lambda-Sonden bringt zufriedene Kunden – denn defekte Lambda-Sonden kosten bis zu 15 Prozent mehr Kraftstoff und schaden dem Katalysator! Immer wieder kommen Autofahrer in die Werkstatt, die über erhöhten Kraftstoffverbrauch klagen, oftmals verbunden mit Schwarzrauch, Motorruckeln beim Beschleunigen und einer insgesamt schlechteren Motorleistung. Solche Symptome können Hinweise auf eine defekte Lambda-Sonde sein.

Die Funktion der Lambda-Sonde
Lambda-Sonden sind Sensoren, die in vielen Kfz vor und hinter dem Katalysator sitzen, um dort laufend den Restsauerstoffgehalt im Abgas zu überwachen. Die ermittelten Werte leiten sie an das Steuergerät weiter, das daraufhin mit Anfettung oder Abmagerung des Gemischs reagiert. Durch permanenten Gaswechsel und hohe Spitzentemperaturen sind Lambda-Sonden im Abgasstrang hohen Belastungen ausgesetzt und zählen daher zu den klassischen Verschleißteilen, die regelmäßig überprüft werden sollten.

Was der Lambda-Sonde zu schaffen macht
Die häufigsten Ausfallursachen von Lambda- Sonden sind Überhitzungen durch Verbrennungsstörungen, einen falschen Zündzeitpunkt oder falsche Ventilsteuerzeiten. Durch häufige Kurzstreckenfahrten sind die Sonden zusätzlichen Belastungen und damit erhöhtem Verschleiß ausgesetzt. Eine weitere Ursache für defekte Sonden sind schlechte Verbindungskontakte aufgrund oxidierter Steckverbindungen. Auch kann das Sensorelement durch Ölrückstände oder Kraftstoffzusätze regelrecht „vergiftet“ werden.

Rechtzeitiger Austausch schützt vor Folgeschäden
Bleibt eine defekte Lambda-Sonde unentdeckt, droht ein kostspieliger Folgeschaden am Katalysator. Experten empfehlen deshalb die Überprüfung der Lambda-Sonde alle 30.000 km - und den regelmäßigen Austausch der Sonde zu bestimmten Wechselintervallen (Faustregel: 50.000 km bei unbeheizten Sonden, 100.000 km bei beheizten).


Hier die häufigsten Ausfallerscheinungen von Lambda-Sonden:

Überhitzung
Ursache: Temperaturen über 950 °C durch Verbrennungsstörungen, falschen Zündzeitpunkt oder falsche Ventilzeiten

Chemische Alterung
Ursache: Häufige Kurzstreckenfahrten

Falschluftansaugung
Ursache: Sonde nicht exakt eingebaut

Schlechte Masseverbindungen
Ursache: Oxidation im Abgasrohr

Schlechte Verbindungskontakte
Ursache: Oxidationen in der Steckverbindung

Keramik und Bedampfung sind zerstört
Ursache: Zu großes Andrehmoment der Sonde

Bleiablagerungen
Ursache: Versehentliche Verwendung von (in manchen europäischen Ländern noch erhältlichem) verbleitem Kraftstoff

Unterbrochene Lambda-Kabelverbindung
Ursache: Marderverbiss

Zusetzung des Sondenkörpers durch Ölrückstände
Ursache: Unverbranntes Öl im Motor, z.B. durch verschlissene Kolbenringe oder Ventilschaftdichtungen


Was der Zustand des Schutzrohres verrät

Neben der Prüfung der Anschlussleitungen, der Stecker und des Sondengehäuses sollte auch das Schutzrohr des Sondenelementes auf Ablagerungen hin überprüft werden - am besten anhand dieser Symptomenliste:

Schutzrohr stark verrußt
Ursache: Zu fettes Kraftstoff-Luft-Gemisch, defekter Lamba-Sonden-Heizkörper
Behebung: Sonde austauschen, ansonsten droht Gefahr von Zusetzung und somit Verringerung der Reaktionsgeschwindigkeit

Glänzende Ablagerungen auf dem Schutzrohr
Ursache: Verwendung von (in Europa teilweise noch erhältlichem) verbleitem Kraftstoff, dadurch wurden die Platinbeschichtungen der Lambda-Sonde und evtl. des Katalysators angegriffen und zerstört

Helle Ablagerungen auf dem Schutzrohr
Ursache: Öl im Brennraum oder Verwendung bestimmter Kraftstoffadditive
Behebung: Sonde unbedingt austauschen, Katalysator überprüfen, Motor auf Ölverlust prüfen



Warum Original BERU Lambda-Sonden?

Neben Lambda-Sonden mit Original-Kontaktierungen sind auch sogenannte Universalsonden auf dem Markt erhältlich. Diese Universalsonden sind nur auf den ersten Blick preiswerter und ermöglichen eine straffere Lagerhaltung. Sie haben jedoch keinen Kupplungsstecker zum Steuergerät, das heisst: Bei der Montage muss der Stecker der ausgebauten Sonde abgetrennt und mit den Leitungen der Universalsonde verbunden werden. BERU rät von der Verwendung solcher Sonden ab - aus technischen und wirtschaftlichen Gründen:

♦ Unzureichende Wasserdichtheit und elektrische Kontaktierung

♦ Schwingungsbrüche an den Kontakten - bei Kontaktierung mittels Stoßverbindern bzw. Crimptechnologie

♦ Gefahr von kalten Lötstellen bzw. Übergangswiderständen und Fehlinterpretationen des Lambda-Signals - bei Verbindung mittels Lötung

♦ Verfälschung der Lambda-Sonden-Signale durch Oxydation des Verbindungssteckers zum Steuergerät (üblich bei einem Einsatz der Lambda-Sonde über 100.000 km)

♦ Bis zu fünf Schrumpfschläuche notwendig, die einzeln bearbeitet werden müssen - zur Isolierung bzw. zum vollständigen Schutz vor Nässe

♦ Vier- bis fünffacher Zeitaufwand im Vergleich zum Einbau einer BERU Lambda-Sonde mit komplett montiertem Stecker

FAZIT:

Addiert man zu dem anfänglich günstigeren Preis der Universalsonde die zusätzlichen Kosten für den erhöhten Arbeitsaufwand, kommt man zu dem Ergebnis, dass eine komplett konfektionierte Sonde, wie BERU sie liefert, auf jeden Fall die technisch und wirtschaftlich sinnvollere Lösung ist.


Regelmäßige Prüfung und Wechselintervalle

Lambda-Sonden sind extremen Beanspruchungen ausgesetzt. Dazu zählen hohe Temperaturen, Vibrationen und Gaswechsel (andere Strömungsgeschwindigkeiten). Ist die Lambda-Sonde defekt, kann dies zu deutlich erhöhtem Kraftstoffverbrauch (ca. 15 Prozent) und Rußausstoß, schlechteren Abgaswerten und unrundem Motorlauf führen. Auch die Gefahr, dass der Katalysator beschädigt wird, ist groß. Um eine störungsfreie Funktion sicherzustellen, empfehlen wir Ihnen, die Sonde alle 30.000 km zu prüfen.

Zu einem Wechsel der Lambda-Sonde rät BERU nach folgenden Laufzeiten:

Sondentyp: Unbeheizte Sonde, Typ OZU
Empfohlener Wechselintervall: 50.000 km

Sondentyp: Beheizte Sonde, Typ OZH
Empfohlener Wechselintervall: 100.000 km



Was tun bei Verzunderungen an Krümmer und Gewinde?

Wenn beim Ausbau der Lambda-Sonde Verzunderungen an Auspuffkrümmer und -gewinde zum Vorschein kommen, liegt das in der Regel an einem nicht fachgerechten Einbau der Lambda-Sonde. Anhand folgender Abbildungen zeigen wir Ihnen, wie Sie dann am besten vorgehen.



Die Lambdasonde ist im Krümmer festgebrannt.




Das Gewinde des Krümmers ist stark verkokt und mit Anzunderungen von Metallteilen behaftet.




Auch am Gewinde der Lambda-Sonde sind Ablagerungen und Verzunderungen entstanden.




Um die Ablagerungen zu entfernen, wird das Gewinde des Auspuffkrümmers mit einem Gewindebohrer M 18x1,5 nachgeschnitten. Werden diese Ablagerungen nicht entfernt, kann eine Funktion der Lambda-Sonde nicht sichergestellt werden.




Das BERU Spezialfett wird auf das Gewinde der Lambda-Sonde gestrichen.




Anschließend kann die neue Lambda-Sonde mit Spezialwerkzeug eingeschraubt werden.




Bitte unbedingt beachten: Um Beschädigungen zu verhindern, muss die Lambda-Sonde mit einem Drehmoment von 42-50 Nm eingeschraubt werden.



Und hier noch Tipps von BERU zur Montage:

Zum Austausch der Lambda-Sonden sollten unbedingt folgende Einbauschritte beachtet werden. Denn die Erfahrung hat gezeigt, dass sehr viele Lambda-Sonden-Reklamationen auf eine fehlerhafte Montage zurückzuführen sind.

(1) Zuleitung der Lambda-Sonde am Kupplungsstecker zum Steuergerät trennen.

(2) Sämtliche Kabelhalter, Befestigungsclips, usw. entfernen, so dass die Leitung der Lambda-Sonde komplett freiliegt.

(3) Rostlösemittel an das Gewinde der Lambda-Sonde anbringen.

(4) Lambda-Sonde mit geeignetem Steckschlüssel herausdrehen. Bei Widerstand weiteres Rostlösemittel aufbringen.

(5) Neue Lambda-Sonde mit ausgebauter Lambda-Sonde bezüglich Kabellänge, Geometrie und Kupplungssstecker vergleichen.

(6) Gewinde mit Gewindebohrer M 18x1,5 von Verzunderungen und Oxidationsrückständen reinigen.

(7) Überprüfen, ob die Lambda-Sonde im Gewindebereich gefettet ist. Falls nicht, mit BERU Spezialfett bestreichen (es ist der Sonde beigelegt).

(8) Lambda-Sonde mit der Hand in den Gewindebereich eindrehen, bis spürbarer Widerstand vorhanden ist.

(9) Lambda-Sonde mit Spezialwerkzeug und Drehmomentschlüssel mit 42-50 Nm festziehen. Bitte beachten: Die Dichtung der Lambda-Sonde muss mit dem Auspuffkrümmer bzw. dem Gewindeoberteil schlüssig sein (Wärmeableitung).

(10) Zuleitung der Lambda-Sonde zum Kupplungsstecker des Steuergeräts verlegen und entsprechend befestigen. Bitte beachten: Leitung der Lambda-Sonde darf nicht an beweglichen Teilen scheuern und nicht an heißen Auspuffelementen verlegt werden.

(11) Kupplungsstecker, Lambda-Sonde/Steuergerät mittels Kabelband zusammenclipsen und an entsprechenden Karosserieteilen befestigen, damit keine Klopfgeräusche entstehen und die Kupplung gegen Lösen gesichert ist.



Quelle: BERU AG






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